| Jehovas Zeugen |
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Auch uns Zeugen Jehovas ist dieses Schicksal nicht erspart geblieben. Wir werden als eine Vereinigung hingestellt, die bezwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sei, "die militärische Disziplin zu untergraben, insbesondere Dienstpflichtige zum Ungehorsam gegen militärische Befehle, zur Dienstverletzung, zur Dienstverweigerung oder zum Ausreißen zu bewegen oder zu verleiten". Eine solche Auffassung kann nur vertreten, wer Geist und Wirken unserer Gemein- schaft völlig verkennt oder sie wider besseres Wissen böswillg entstellt. Wir stellen ausdrücklich fest, daß unsere Vereinigung weder gebietet noch empfiehlt noch sonst in irgendeiner Weise nahelegt, gegen militärische Vorschriften zu handeln. Derartige Fragen werden weder in unseren Versammlungen noch in den von der Vereinigung herausgegebenen Schriften behandelt. Wir beschäftigen uns überhaupt nicht mit solchen Fragen. Wir erblicken unsere Aufgabe darin, für Jehova Gott Zeugnis abzulegen und allen Menschen die biblische Wahrheit zu verkündigen. Hunderte unserer Mitglieder und Glaubensfreunde haben ihre militärischen Pflichten erfüllt und erfüllen sie weiterhin. Wir haben uns nie angemaßt und werden uns nie anmaßen, in dieser militärischen Pflichterfüllung eine Zuwiderhandlung gegen die Grundsätze und Bestrebungen der Vereinigung Jehovas Zeugen, wie sie in ihren Statuten niedergelegt sind, zu erblicken. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Glaubensfreunde, bei der Verkündigung der Botschaft vom Königreiche Gottes (Matthäus 24:14) sich nach wie vor streng auf die Verkündigung der biblischen Wahrheiten zu beschränken und alles zu vermeiden, was Anlaß zu Mißverständnis geben oder gar als Aufforderung zum Unhorsam gegen militärische Vorschriften mißdeutet werden könnte.
Vereinigung Jehovas Zeugen der Schweiz
Der Präsident: Ad. Gammenthaler
Der Sekretär : D. Wiedenmann
Bern, den 15. September 1943
Consolation - German edition
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Die Erklärung ist in ihrem Wortlaut überaus eindeutig: Hunderte von Mitgliedern und Glaubensfreunden haben demnach Militärdienst geleistet und werden dies auch weiterhin tun. Dies steht im Einklärung mit den Grundsätzen und Bestrebungen der Zeugen Jehovas, wie sie auch in ihren Statuten niedergelegt sind. Weder jetzt noch jemals in Zukunft würden die Zeugen Jehovas etwas anderes behaupten, das wäre geradezu eine Anmaßung. Die Zeugen Jehovas werden dringlich ermahnt, nicht etwa zu ihrer Verweigerung zu stehen, sondern unbedingt Stillschweigen über diese Thematik zu bewahren.
Gleichzeitig haben ihre Brüder in anderen Ländern schwer daran zu tragen, daß sie diesen Dispens nicht bekommen haben. Kritiker vermuten, daß die Zerschlagung der damaligen Europazentrale unter allen Umständen abgewendet werden sollte und man deshalb Kompromisse gemacht hat.
Immerhin drei Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkries und fünf Jahre nach der Veröffentlichung erscheint eine Darstellung im Wachtturm (15.01.1948), wo man von einer "einlullenden" Erklärung sprach. "Unter herzlichem Beifall legte nun Bruder Knorr als Präsident mutig dar, daß diese Worte der Erklärung abgelehnt werden, weil sie nicht die Stellung der Gesellschaft dartun und nicht in Harmonie sind mit den christlichen Grundsätzen, wie sie in der Bibel deutlich enthalten sind."
Worin in dieser gefahrlosen Situation der Mut bestand, darf wohl gefragt
werden.
Die Wachtturm-Gesellschaft hat es ihren Mitgliedern in Mexiko nicht nur freigestellt, sich durch Bestechung eine gefälschte Urkunde über die Ableistung von Wehrübungen zu beschaffen, sie hat dies auch noch auf ausdrückliche Nachfrage bestätigt. Und das, obwohl die Zeugen Jehovas damit zur ersten Einsatzreserve gehören.