Jehovas Zeugen
  Zuletzt geändert: 07.01.1999

Vorwort

Seite aus "Trost" (klein) In der Schweizer Ausgabe der Zeitschrift "Trost" - deutschsprachige Version von "Consolation", später "Erwachet!" erschien am 01.10.1943 eine bemerkenswerte Erklärung, die den Grundsätzen, die Jehovas Zeugen ansonsten zum Wehr- und Kriegsdienst haben sollten, in bemerkenswerter Weise widerspricht.   Die nebenstehende Abbildung zeigt die Seite stark verkleinert, indem Sie daraufklicken, können Sie sich die Seite in einer größeren Version anschauen.

Um die Lesbarkeit weiter zu verbessern, habe ich einfach den Text unten im nachfolgenden Abschnitt noch einmal reproduziert. Besonders auffallende Aussagen habe ich dabei  in rot hervorgehoben.

Der Wortlaut

Durch Anklicken der nebenstehenden Abbildung können Sie sich die Originalseite aus "Trost" anschauen, sie ist jedoch weniger gut lesbar, daher habe ich den Text oben reproduziert.

Die Erklärung ist in ihrem Wortlaut überaus eindeutig: Hunderte von Mitgliedern und Glaubensfreunden haben demnach Militärdienst geleistet und werden dies auch weiterhin tun.  Dies steht im Einklärung mit den Grundsätzen und Bestrebungen der Zeugen Jehovas, wie sie auch in ihren Statuten niedergelegt sind.   Weder jetzt noch jemals  in Zukunft würden die Zeugen Jehovas etwas anderes behaupten, das wäre geradezu eine Anmaßung.  Die Zeugen Jehovas werden dringlich ermahnt, nicht etwa zu ihrer Verweigerung zu stehen, sondern unbedingt Stillschweigen über diese Thematik zu bewahren.

Gleichzeitig haben ihre Brüder in anderen Ländern schwer daran zu tragen, daß sie diesen Dispens nicht bekommen haben.  Kritiker vermuten, daß die Zerschlagung der damaligen Europazentrale unter allen Umständen abgewendet werden sollte und man deshalb Kompromisse gemacht hat.

Immerhin drei  Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkries und fünf Jahre nach der Veröffentlichung  erscheint eine Darstellung im Wachtturm (15.01.1948), wo man von einer "einlullenden" Erklärung sprach. "Unter herzlichem Beifall legte nun Bruder Knorr als Präsident mutig dar, daß diese Worte der Erklärung abgelehnt werden, weil sie nicht die Stellung der Gesellschaft dartun und nicht in Harmonie sind mit den christlichen Grundsätzen, wie sie in der Bibel deutlich enthalten sind."

Worin in dieser gefahrlosen Situation der Mut bestand, darf wohl gefragt werden.
 

Weiterführende Literatur